Neue Buridan Durchläufe mit den Hintergrundkontrollen DC und EC
on Monday, June 15th, 2026 12:43 | by Krisztian Sabo
Ich habe nun die ausstehenden Hintergrundkontrollen für das Buridan-Experiment nachgeholt: die Driver Control (DC) und die Effector Control (EC). Ziel war es zu sehen, wie sich deren visuelles Fixations- und Laufverhalten im Vergleich zu den bisherigen Daten (Linie 14 und der gepoolten Linie 5,6) verhält.
Hier sind die Ergebnisse und ein paar unerwartete Auffälligkeiten:

Linie 5 und 6: Es ist tatsächlich sehr auffällig, dass die experimentelle Linie 5,6 (mit den stummgeschalteten Neuronen) sauberer und fokussierter läuft als die Kontrollen und Linie 14. Im Transition Plot von Linie 5,6 sieht man einen scharf abgegrenzten, sanduhrförmigen Korridor zwischen den Streifen. Eigentlich sollte das nicht so sein, da man bei einer neuronalen Blockade eher eine Verschlechterung des Verhaltens erwartet. Hier fixieren sie aber besser als die Kontrollen. Anscheinend führt die Blockade dieser Neurone hier zu keinem Defekt.
Auffälligkeiten bei der Effector Control (EC):


Auch wenn nicht so gut wie Linie 5,6, zeigt DC eine solide Fixierung. EC verhält sich ganz anders. Diese Fliegen laufen zwar viel und sind aktiv, aber ihr Transition Plot zeigt keinen schönen, schmalen Korridor, sondern einen großen, runden, roten Fleck genau in der Mitte der Arena. Es sieht so aus, als ob die EC-Fliegen sich bevorzugt im Zentrum im Kreis drehen, statt sauber zwischen den Streifen hin und her zu wechseln.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Ergebnisse sind zwar unerwartet, aber anscheinend sind die Fliegen trotz der gehemmten Neuronen immer noch vollkommen in der Lage, visuelle Reize wahrzunehmen und die Streifen zu fixieren – sie tun es hier seltsamerweise sogar besser als die Kontrollen.
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